Veröffentlichungen  
            Wendepunkt 

Autorenprofil

Homepage: www.wendepunkt-leben.de

Geburtsjahr:
1963

Geburtsort:
Stuttgart

Beruf:
Online-Redakteur/Autor

Interview

Wen wollten Sie schon immer mal treffen?
Paul Bocuse für ein Essen, Natalie Imbruglia und Johan Paulik für einen Seitensprung, Helmut Schmidt für ein Gespräch, Werner Erhard für ein Coaching und Buddha für eine gemeinsame Meditation.

Welcher Autor hat Sie wie beeinflusst?
Hermann Hesse weckte spirituelle Sehnsucht und André Breton das Begehren, Klaus Mann infizierte micht mit bürgerlicher Melancholie, Robert Anton Wilson war semantisches Marihuana so wie William S. Burroughs avangardistisches Heroin verabreichte.

Welches Buch hat Sie wie beeinflusst?
"Middlesex" von Jeffrey Eugenides ist ein großartiger Roman, der jeden mit seinen eigenen Unvollkommenheiten versöhnt.

Wie sehen Sie die Zukunft der Literatur?
Solange Bücher noch verbrannt oder indiziert werden, solange es Regierungen gibt, die es für notwendig erachten, festzuhalten, welche Bücher wann von wem ausgeliehen werden, solange steht die Wirkunge von Literatur außer Frage und die Zukunft ist rosig.

Mit welchem Satz würden Sie gerne zitiert werden?
"Glaubst du, du wärest nur dein Körper, weil du zwar ihn, nicht aber die Sterne bewegen kannst?"

Was denken Sie, inwiefern das Internet die Literatur beeinflusst?
Dank des Internets ist es zum Beispiel möglich, in kürzester Zeit einen Roman zu schreiben, der in New York spielt, ohne dass der Autor auch nur seinen Schreibtisch hätte verlassen müssen, da alle Stadtpläne, Fotografien, Stadtgespräche, historischen oder aktuellen Informationen jederzeit schnellstens verfügbar sind. Dies ist ein Gewinn. Nur eines ging dabei verloren: Der mühsame Prozess des Recherchierens, der vielleicht zu Menschen führte, glückliche Zufälle oder bemerkenswerten Situationen zeitigte, die den Text auf unvorhersehbare Weise bereicherten, oder wenn nicht den Text, so zumindest das Leben des Autors.

Was ist Ihrer Meinung nach der Sinn des Lebens?
Jene, denen ein Freiheit raubender Sinn von Autoritäten oder eigener Verblendung auferlegt wurde, von dieser Bürde zu befreien und sie für die Suche, den eigenen Sinn zu entdecken, zu bestärken.

Wie soll man sich später an Sie erinnern?
Als jemand, der den Geist der Europäischen Freiheit verteidigte und jemand, der Versöhnung und spiritueller Befreiung das Wort redete.

Wer ist Ihre Lieblings Romanfigur?
Don Juan - von Castaneda: Immer für eine erleuchtende Überraschung gut. Ansonsten jener buddhistische Mönche, von dem Robert Anton Wilson erzählt, er sei zwischen den betrunkenen Partygästen herumgelaufen, ohne zu ermüden sprechend: "Jeder Mensch ein Buddha."

Wenn Sie eine Zeitreise machen könnten, was würden Sie tun?
Ich würde Christus besuchen und ihn bitten, nicht die Randfiguren der Gesellschaft, sondern die Mächtigen zu bekehren, damit diese sanftmütig werden. Für den Rest der Menschheit wäre dann zwangsläufig gesorgt. Oder wenn schon nicht ihn bekehren, so würde ich Calvin auffordern, davon abzusehen, seine verheerende Lehre zu verbreiten, derzufolge der Herr die Auserwählten mit materiellem Wohlstand segnet. Die Verheerungen der protestantischen Arbeitsethik und ständigen Gewissenserforschung stehen den Gräueln des Katholizismus in nichts nach, wenn sie diese nicht sogar übertreffen.

Was wollten Sie schon immer mal sagen?
"Es reicht!" Sofern es von den einflussreichen Gestaltern in Wirtschaft und Politik, an die es gerichtet ist, gehört - und auch zum Vorteil aller befolgt würde.

Nennen Sie uns Ihr Lieblingsbuch:
Die Zen-Lehre des chinesischen Meisters Huang-Po und "His Dark Materials" von Philipp Pullman.

Nennen Sie uns Ihren Lieblingsfilm:
"2001: Odysee im Weltraum" - eine großartige Chiffre intelligenter Evolution und eine prächtige Parabel auf das sich selbst erzeugende Multiversum.

Nennen Sie uns ein gutes Lebensmotto:
Dass es nichts zu erreichen gibt, ist keine leere Rede. (Zen-Meister Huang-Po, 770-850)

Nennen Sie uns Ihr Lieblingszitat:
Schmutz ist Materie am falschen Ort. Und Unvollkommenheit Perfektion im falschen Kontext. (T.W. Adorno weitergedacht)